Unser heutiges Wan­derge­biet liegt verträumt zwis­chen Hin­terzarten und Feld­see. Unter der fachkundi­gen Führung von Albert R. erwartet uns ein beson­deres Erleb­nis in dem Naturschutzge­biet Eschen­grund­moos in  dessen Mitte der roman­tis­che Math­islewei­her liegt. Gut gelaunt und bei bestem Wan­der­wet­ter begin­nen wir unsere Wan­derung in Hin­terzarten und gehen zunächst Rich­tung Emil Thoma Weg. Schon kurze Zeit später erre­ichten wir das erste Hochmoor und kon­nten den elastis­chen  Effekt des Bodens aus­pro­bieren. Wir wur­den über die zeitliche Entwick­lung dieses Gebi­etes informiert und beka­men eine Ahnung, was sich da vor tausenden von Jahren abge­spielt haben muß.  Auf der Wiese dominiert hier der eisen­hut­blät­trige Hah­nen­fuss, der feuchte Wiesen und Bäche bevorzugt. Ein schmaler Pfad führt uns nun durch den Wald, vor­bei an einem kleinen Fis­chwei­her.  Nach­dem wir den höch­sten Punkt der Wan­derung erre­icht und die stein­er­nen Spuren der Eiszeit bewun­dert haben, sind es nur noch wenige Meter, die steil hinab zum Math­islewei­her führen.

Die Altenvogt­shütte liegt verträumt zwis­chen Wald und Wiese und ist ca. 200 Meter vom Math­islewei­her ent­fernt. Sie hat ein wun­der­schönes Schin­del­dach und ist in sehr gutem Zus­tand. Das Haus ist kom­fort­a­bel für Selb­stver­sorger aus­ges­tat­tet und kann für bis zu 30 Per­so­nen gemietet wer­den. Es gibt keinen öffentlichen Wasser– und Stro­man­schluss, was der Hütte gewiss einen uri­gen Charme ver­leiht. Math­isle­hof, Math­islemühle, Math­isle­wald und der Math­islewei­her  gehören der Müller-Fahnenbergstiftung der Uni­ver­sität Freiburg und wer­den auch von dort entsprechend verwaltet.

Und nun liegt er ruhig vor uns. Dieser roman­tis­che kleine Wei­her, der kurze Zeit später von über­müti­gen Badegästen in Beschlag genom­men wird. Ein kleiner Teil unserer Wan­der­gruppe wird vor­sichtig und behut­sam in Rich­tung Moor geführt, wo man ganz gut erken­nen kann, wie sen­si­bel diese Natur hier ist und was für eine Bedeu­tung sie für diesen Bere­ich hat. Ganz beza­ubernd waren die fil­igra­nen Tep­piche vom Fieberklee, die sich zahlre­ich an das Seeufer schmiegten. Bevor wir den Math­isle­hof erre­ichen, kön­nen wir noch einige Rar­itäten bewun­dern. Das stat­tliche Knabenkraut zum Beispiel und ganz ver­steckt im Wald das unschein­bare herzför­mige Zweiblatt. Eine Orchideen Schön­heit, die man gerne über­sieht. Wir sind am Ende unserer Wan­derung ange­langt und sitzen nun vor dem Math­isle­hof mit dem Hofladen, genießen den vortr­e­f­flichen Käse und das schmack­hafte Dinkel­brot und  pro­bieren auch die geräucherten Würste und nehmen von allem noch etwas mit nach Hause. Ohne die kundige Führung von Albert R. hät­ten wir die meis­ten Dinge überse­hen. So aber war diese Wan­derung, außer der ein­ma­li­gen Land­schaft, eine inter­es­sante und lehrre­iche Erfahrung.

(Bericht und Bild Traudl Patock)