Trotz Zei­tum­stel­lung haben es 28 Per­so­nen geschafft, pünk­tlich am Bahn­hof zu sein. Aus­gangspunkt der Wan­derung war ein kleiner Ort im Kaiser­stuhl, Wasen­weiler. Es war noch  recht kühl an diesem Mor­gen und die Gruppe kam erst langsam in Schwung. Der erste Anstieg war rel­a­tiv steil aber in kurzer Zeit erre­ichten wir den Panora­maweg und hat­ten den ersten Blick auf die fer­nen Gifel des Schwarzwaldes. Und wieder ging es durch einen roman­tis­chen, schmalen Pfad ent­lang von ver­mut­lich alten Wasser­rohren und herun­ter­hän­gen­den Lia­nen zu einer kleinen Treppe, die uns noch ein­mal  höher hin­auf brachte. Es war mit­tler­weile sehr warm und die ersten zogen bere­its ihre Jacken aus. Nun hat­ten wir genü­gend Zeit,  die Blu­men am Weges­rand zu beachten. Blaue Trauben­hyazinthen, die zur Fam­i­lie der Spargel­gewächse gehören,  und viele kleine Veilchen waren schon zahlre­ich vorhan­den. Ein Monarch flat­terte vor­bei, Vogel­gezwitscher war zu hören und es war rund­herum zu spüren, der Früh­ling ist da. Unsere Pilz­ex­perten ent­deck­ten eine ganze Reihe von leuch­t­end roten Becherlingen.

Die näch­ste Abzwei­gung führte uns steil hinab ins Lilien­tal. Der Geruch hat es uns ver­raten: rechts und links vom Weg war der ganze Wald voll Bär­lauch. Dann kam der untere Fis­chwei­her mit   dem Grillplatz und den vie­len Sitzmöglichkeiten. Ein ide­aler Platz für unsere erste Ves­per­pause. Nun war es nicht mehr weit zum Lilien­tal und von dort aus noch 4 Kilo­me­ter zum Lenzen­berg. Wir wan­derten durch das Arbore­tum mit vie­len exo­tis­chen Bäu­men, wobei der Blau­glock­en­baum auch leicht ohne seine her­rlichen Blüten zu erken­nen ist. Ebenso die Mam­mut­bäume, die von Kali­fornien über den Umweg von Stuttgart direkt nach Lilien­tal kamen und sich hier sicht­bar wohl fühlen. In der Ferne kon­nten wir den Neun­lin­den­turm und den Fer­n­melde­turm sehen, die auf dem höch­sten Punkt des Kaiser­stuhls, dem Totenkopf, errichtet wur­den. Nun ging der Weg in lan­gen Win­dun­gen durch den Wald, aber dann hat­ten wir unser Ziel am Lenzen­berg erreicht.

Von dort hat man eine fan­tastis­che Aus­sicht auf den Schwarzwald, den Kaiser­stuhl und die Rheinebene bis zum Breisacher Mün­ster. Und nicht zu überse­hen, das gepflegte Rebgelände inmit­ten dieser traumhaft schö­nen Natur. Das Rasthaus Lenzen­berg ist ein beliebter Aus­flug­sort und hat eine ansprechende Speisekarte. Da ist für jeden etwas dabei.  Die Auswahl der Kuchen ist eben­falls ver­führerisch und die Weine sind ausgezeichnet.

Langsam zogen die ersten Schleier­wolken über den Him­mel und es wurde wieder etwas küh­ler. Für den Weg zurück zum Bahn­hof nah­men wir den Weg mit den vie­len Ste­in­stufen, die in drei Etap­pen hin­unter nach Ihrin­gen führen. Eine inter­es­sante, abwech­slungsre­iche Wan­derung, die uns und unseren Gästen  sehr gut gefallen hat. Danke an Robi, der diese Tour für uns aus­ge­sucht und geführt hat.