IMG_9387 Bienen Ragwurz
Am 8. Juni, dem heißesten Pfin­gst­son­ntag seit Beginn der Wet­ter­aufze­ich­nung, waren wir auf Booten unter­wegs. Wir ließen uns treiben über das kühle Wasser der Blinden Elz, die sich unter den schat­ten­spenden­den Bäu­men durch den Taubergießen schlän­gelt. Wir kamen vor­bei am Blauen und am Grü­nen Loch, an einem Zufluss des Altrheins und an mehreren Quellen mit kristal­lk­larem Wasser, den soge­nan­nten Gießen.
Die Boots­führer hat­ten uns schon auf Über­raschun­gen vor­bere­itet und tat­säch­lich kon­nten wir Bisam und Nutria beobachten, wir sahen Stock­en­ten und Blässhüh­ner mit Jun­gen, eine Schwa­nen­fam­i­lie mit frisch geschlüpften Daunenkindern, Kanadagänse und Nil­gänse.
Und immer waren wir umschwirrt von Azur­jungfern, den türk­is­blauen Libellen.
Wir kamen aus dem Staunen über die einzi­gar­tige Vielfalt der Pflanzen– und Tier­welt und diese außergewöhn­lich schöne Land­schaft nicht mehr her­aus. Und dies alles in völ­liger Ruhe glei­t­end über ein Gewässer, das streck­en­weise leuch­t­end grün war vom Flu­ten­den Hah­nen­fuß mit seinen Blüten, abgelöst von Tep­pichen der Wasser­linse und des Wasser­sterns. Dazwis­chen erfreute uns die gelbe Teichrose und die gelbe Wasserlilie. Es war ein beson­deres Erleb­nis.
Auf unserer Wan­derung zurück zur Zucker­brücke, wo wir mor­gens in die Boote gestiegen waren. fan­den wir ent­lang des Hochwasser­damms  ver­schiedene pflan­zliche Beson­der­heiten: Den Fliegen– Rag­wurz, den Hummel-Ragwurz, den Hundswurz und das Kreuzblüm­chen, um nur einige zu nen­nen. In einer Straußen­wirtschaft fand der schöne Tag einen angemesse­nen Ausklang.

(Bericht und Wan­der­leitung: Kurt von Ow)