Unsere Wan­derung am 4. Okto­ber führte uns von Schweighausen zum Hün­ersedel und dem Hohen Gais­berg. Die Land­schaft zwis­chen Elz und Kinzig ist ein beson­ders stilles Eck des Schwarzwalds, nicht spek­takulär, aber durch den steten Wech­sel von Wald und Offen­land abwech­slungsre­ich und har­monisch. Die rein bäuer­lich geprägte Region befindet sich seit Jahrzehn­ten im Umbruch. Weil die tra­di­tionelle Land­wirtschaft immer mehr unter Druck gerät, sor­gen Auf­forstun­gen und Naturver­jün­gung für stetig wach­sende Wal­dan­teile. Den­noch beschehrt uns der Blick von den Bergen heute noch eine vielgestaltige Land­schaft, deren Zukunft jedoch ungewiss ist. Wie lange wer­den wir und die Nachkom­men eine solche jahrhun­dertealte Kul­tur­land­schaft noch erleben kön­nen? Lange ernährte sie ihre Bewohner und Bewohner­in­nen und hat heute aber unter dem Druck des Welt­markts offen­bar “aus­ge­di­ent”. Über den Hohen Geis­berg mit seinen Resten der ehe­ma­li­gen Hei­de­land­schaft führt uns der Weg zur Lahrer Hütte des Schwarzwald­vere­ins, deren ehre­namtliche Wirte und fre­undlich emp­fan­gen. (Wan­der­wart: Gerd Süss­bier)