Unsere Wan­derung am 26. Juli, geführt und berichtet von Helma, brachte uns acht Naturfre­undin­nen bei schön­stem Wan­der­wet­ter, nach­dem wir den riesi­gen, alten Tauf­stein und das Innere der barocken Kirche des Benediktiner-Klosters St. Ulrich (1087 gegrün­det) bewun­dert hat­ten, auf einen Abschnitt des soge­nan­nten Lebensweges. Ein Kün­stlere­hep­aar hat an 15 Hal­tepunk­ten Ele­mente aus der Natur und Land­schaft mit Leben­s­the­men ver­bun­den, die dazu ein­laden sollen, im Gehen und Innehal­ten über den eige­nen oder andere Lebenswege nachzu­denken. Wir passierten bei einem Anstieg aber nur die ersten acht, wur­den neben­bei mit schö­nen Aus­blicken auf das unten liegende Kloster und das Tal belohnt und soll­ten also nach­denken über: AUFBRECHEN, RAST, (Heidi machte gle­ich ein Pro­beliegen auf der dazuge­höri­gen Baum­liege), ENTSCHEIDUNG, KREUZ, QUELLE (ein Punkt, der uns über die Möh­lin führte), RISSE, GEMEINSCHAFT und SCHWERE. Nach dem achten Punkt ver­ließen wir den Lebensweg, um zum „Berglusthaus“ (das auf ca. 830 m Höhe liegt und wieder wun­der­schöne Blicke ins Tal und die Rheinebene bietet) aufzusteigen. Dort angekom­men kon­nten wir kalte Getränke bestellen und unser mit­ge­brachtes Pick­nick verzehren. Das Haus wird ehre­namtlich nur am Woch­enende vom SV Freiburg-Hohbühl bewirtschaftet.
Gestärkt ging es weiter auf die andere Bergkuppe des Tales, von wo wir den Schauins­land erblick­ten und ein wenig weiter auf Hor­ben und Freiburg schauen kon­nten. Das ist ein gewaltiger Weit­blick! Dann ging es allmäh­lich wieder abwärts, am Gasthaus Pauli­hof vor­bei (die Ver­suchung auf einen Kaf­fee einzukehren war nicht groß, da er am Son­ntag immer geschlossen ist). Die näch­ste Ver­suchung kam, mit dem lauschig gele­ge­nen Gasthof Schweighof, aber in der Abstim­mung siegte die Ver­nunft, da wir nicht mehr weit von unserem Einkehrziel „Son­ners Heine­hof“ ent­fernt waren. Dort kon­nten wir unsere Wan­derung mit dem Genuss von regionalen und hau­seigen erzeugten Pro­duk­ten lukullisch abschließen (fast). Denn wir mussten noch ein kleines Stück wieder auf dem Lebensweg über die Punkte HALT und BLICKWINKEL zu unserem gepark­ten Auto laufen. Also fehlte uns die Pas­sage von 5 Punk­ten, das waren: ENGE, WURZELN, STILLE, ANKOMMEN und LEBEN. Aber wir hat­ten nicht das Gefühl etwas ver­passt zu haben, denn wir waren aus dem vollen, die Seele und den Leib sät­ti­gen­den Wan­der­leben angekommen!