Natür­lich dachten wir zunächst an unseren ver­stor­be­nen NaturFre­und Karl-Werner, der uns zusam­men mit seiner Lisa viele Jahre durch seinen geliebten Kaiser­stuhl geführt hat. Seine Hütte, sein Wein, seine Nüsse und seine Tomaten und natür­lich die wun­der­schö­nen Touren sind uns in leb­hafter Erin­nerung.
Am Son­ntag, 25. Sep­tem­ber wur­den wir umsichtig und ken­nt­nis­re­ich geführt von Ebi Wag­ner. Wie schon so oft in diesem Jahr waren Flüchtlinge ein­ge­laden und da nie­mand wusste, wie viele kom­men wür­den und wer von ihnen eine Regiokarte besitzt, ging es auf dem Bahn­hof in Freiburg zuerst ein wenig tur­bu­lent zu. Schließlich waren alle mit Fahrscheinen ver­sorgt und die Fahrt kon­nte los­ge­hen. In Ihrin­gen erwartete uns unser Wan­der­führer. Die Flüchtlinge und weit­ere Gäste wur­den begrüßt und her­zlich willkom­men geheißen. Einige “unserer” Flüchtlinge sind uns schon gut bekannt, weil sie jeder Ein­ladung fol­gen, ihre neue Heimat gern mit uns erkun­den und sich freuen, Ein­heimis­che näher ken­nen­zuler­nen und mit ihnen die deutsche Sprache zu üben.
26 Wan­der­fre­unde machten sich bei strahlend schönem Wet­ter auf den Weg durch die Reben, die voller, in der Sonne leuch­t­en­der Trauben hin­gen. Wir wan­derten um den Blanken­horns­berg bis zum Gasthaus Lenzen­berg. Unter­wegs machten wir wie immer kleinere und größere Pausen, um auf Nachzü­gler zu warten, um zu ves­pern, für Foto­shoot­ings und natür­lich, um die großar­ti­gen Aus­sichten zu genießen, die sich uns immer wieder boten. Ebi nan­nte beim Namen, welche Berge, Dör­fer und Städte wir zu sehen beka­men und erk­lärte ein wenig die arbeit­sre­iche Bewirtschaf­tung der Reben. Unter­wegs mis­chten sich Aiham, Kasim, Nadima und Thaiseer unter uns. Der jüng­ste Teil­nehmer der Wan­derung, der kleine Khalil, wurde von Lotte und Roby ins Herz geschlossen und im Gasthaus Lenzen­berg mit einem Fis­chgericht ver­wöhnt.
Die einen bestell­ten im Gasthaus Essen und Trinken, die anderen set­zten sich in den Schat­ten eines Apfel­baums und der Reben und ves­perten. Es wurde ein schönes Pick­nick, denn jeder bot jedem an, was die Ruck­säcke zu bieten hat­ten. Hasen, Hüh­ner und Pfauen waren unsere Gäste und machten uns die Brote stre­itig.
Durch einen Löss-Hohlweg gin­gen wir zurück nach Ihrin­gen, von wo aus uns die S-Bahn nach Freiburg brachte. Es war ein wun­der­schöner Spätsommertag!